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eine VIP-Karte fürs »MoMA in Berlin«
Nach der TYPOnight am 16. Mai zwischen 10 und 13 Uhr
ohne Wartezeit und kostenlos in die bedeutendste Ausstellung
von Meisterwerken des 20. Jahrhunderts gehen ...
TYPO Berlin 2004
Computer sprechen, Programme lernen lesen, Bilder verdrängen Texte:
Hat das
Schreiben noch Zukunft? Die TYPO Berlin sagt: Ja!
Und so heißt das Zauberwort der TYPO-Konferenz 2004 schlicht und deutsch
»Schrift«. Andere Sprachen beneiden uns um dieses Wort, das Handschrift,
Druckschrift, Schönschrift, Abschrift, Umschrift, Lautschrift, Klageschrift,
Vorschrift, Lastschrift und vieles mehr beinhaltet.
Schrift kommt von Schreiben, was sowohl die Tätigkeit der Hand als auch die
Art des Verfassens eines Textes veranschaulicht. Der griechische Philosoph
Platon stand der Schrift kritisch gegenüber: sie schade dem Gedächtnis und
erhöhe die Vergesslichkeit derer, die schreiben. Der Medientheoretiker Vilém
Flusser prophezeite 1989 das Ende der Schrift, weil sie im Rausch der Bilder
untergehe. David Carson verkündete 1995 gar das Ende des gedruckten Wortes.
Totgesagte leben länger. Ohne Schrift kein Internet, keine Emails und keine
SMS. Noch nie wurde so viel geschrieben wie heute. Und so ist es an der
Zeit, den Begriff Schrift im Umfeld elektronischer Technologien neu zu
beleuchten. Auf der TYPO 2004 in Berlin.