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Archiv für die Kategorie »Programm«

Update der TYPO-App

TYPO-App mit neuen Funktionen

Noch heute erscheint im App-Store ein Update unserer TYPO-Berlin-App für iPhone und iPod Touch (siehe auch: Beitrag zur Erstvorstellung). Die kostenlose App diente rund 800 Besuchern während der TYPO 2010 als Konferenzbegleiter. Sie bündelt die News der Veranstalter, schlägt die Brücke zu sozialen Netzen wie Twitter & Flickr und erlaubte das Zusammenstellen und Synchronisieren eines persönlichen 3-Tage-Programms.

Warum dieses Update, ein Monat nach der Konferenz? Weil es einen ersten Bestandteil für die nächste Konferenz enthält, nämlich die TYPO-Kamera. Sie erleichtert die Teilnahme am nächsten Gewinnspiel für die TYPO 2011. Ihr könnt Euch schon jetzt mit dieser Funktionen vertraut machen, zum Beispiel das Integrieren eines Tattoos oder eines TYPO-Logos in ein aktuelles Foto oder ein Bild aus dem Fotoalbum ausprobieren. Dieses lässt sich bald mit einem Klick auf unseren Gewinnspielsserver hoch laden.

Weitere Verbesserungen:

  • Herzklopf-Animation nach Programmstart
  • Auto-Refresh der TYPOwall (Twitter)
  • komplette Beiträge im TYPOblog
  • dramatisch schnelleres Flickr-TYPO-Album

16. Juni 2010

Veröffentlicht von Jürgen unter Programm | Kommentar schreiben »

Wer ist eigentlich Manuel Ecker?

Ist er wirklich der Halbbruder von Fons Hickmann? Oder ein guter Freund von Mrs. Eaves? Erik Kessels hat ihn im Verdacht, seinen Hund unsittlich berührt zu haben …
Zum zweiten Mal schlenderte der österreichische Designer und Hobby-Fotograf Thomas Auer über die TYPO Berlin, um Prominenten folgende vier drängenden Fragen zu stellen:

Wie gefällt Ihnen  a) Berlin, b) die TYPO, c) Comic Sans und d) Manuel Ecker?

Erik Kessels, NL:

Chip Kidd, USA:

Fons Hickmann, D:

King Bansah, GH:

Gemma O’Brien aka Mrs Eaves, AUS:

Mehr Videos im YouTube-Kanal von Thomas Auer …

27. Mai 2010

Veröffentlicht von Jürgen unter Programm | Kommentar schreiben »

Eike König: From Hort to Heart


© Gerhard Kassner

Eike König gründete 1994 sein Designbüro HORT in Frankfurt, damals noch unter dem Namen »Eikes grafischer Hort«. Mittlerweile ist sein international aufgestelltes Büro nach Berlin umgezogen.
Bei der Typo will Eike nicht nur über Passion, sondern auch das Zerstörerische daran sprechen. Aber zuerst erfahren wir noch, dass Eike großer David Carson Fan war – und sich wünscht die Balance zu finden, »wie Carson sie gefunden zu haben scheint«. Eike, der zwischen seinem 3. und 17. Lebensjahr Leistungsturner war, kennt auch die Disziplin und Leidensfähigkeit, die Leidenschaft oft begleiten, um ein Ziel zu erreichen. Mit dem HORT hat er einen Ort geschaffen, der einen geschützten Raum bietet für Leidenschaft. Hier herrscht kein Leistungsdruck, sondern ein kreativer Raum mit allen Möglichkeiten und großem Vertrauen. Er berichtet über die Zusammenarbeit im HORT, wie Ideen entstehen und macht klar: Das wichtigste für jegliche Kreativität ist furchtloses Ausprobieren, wachsen, sich zu hinterfragen. Gestaltung braucht Mut.

Mut und Leidenschaft gehören schon dazu, wenn man für den ersten internationalen Job, den Action-Sport Kanal EXPN von Walt Disney, in Kauf nimmt, bei Nichterfüllung des Vertrages 7 Mio. Dollar Strafe zahlen zu müssen. Durch das Publikum geht ein Raunen. Von vielen Arbeiten zeigt Eike König einen Kurzfilm, auf die neuesten Arbeiten des HORT geht er näher ein. So bekam der Rapper Sido vom HORT zum Beispiel eine neue Identität – die Maske kam ab – und das neue Album von Jazzanova ein Artwork. Die Gestaltung für Jazzanova baut auf Varianten des Logos, umgesetzt als 3D-Modell aus Fotokarton, auf. Spannend ist hier vor allem die Entwicklung dahin zu sehen. Eike zeigt alle Entwürfe und das Publikum leidet mit, als die Band sich nach mehreren Präsentationen eigentlich für ein Design entscheidet und begeister ist – bis einer meint: »Aber irgendwie erinnert mich das an etwas.« Der HORT macht weiter. Dass der nicht ruhen kann, bis ein Design rund ist, sieht man der Qualität der Arbeiten des HORT an.




© HORT

Eike König beendet seinen Vortrag mit einem Songtitel von Depeche Mode: »Get the balance right«. Sein Plädoyer für Mut könnte kein besseres Ende des 2. Typo-Tages sein.

22. Mai 2010

Veröffentlicht von Doku-Team unter Doku 2010 »Passion«, Programm, Sprecher | 3 Kommentare »

Live Calligraffiti by Niels Shoe Meulman

Click to enlarge …

Photo by Thorsten Wulff


22. Mai 2010

Veröffentlicht von Doku-Team unter Doku 2010 »Passion«, Programm | Kommentar schreiben »

Knut Maierhofer: Marken mit Haltung gestalten

Knut Maierhofer, Gründer und Geschäftsführer von KMS TEAM, einem der wohl bekanntesten Designbüros, wollte eigentlich gemeinsam mit seinem Kunden auf der Bühne in der Show auftreten. Da dieser aus Kranheitsgründen absagen musste, dauerte der Vortrag nur eine gute, kurzweilige halbe Stunde. Dies führte – natürlich neben dem starken, souveränen Auftritt und dem spannenden Thema – beim Publikum zu einem großen Applaus.

KMS TEAM empfindet Leidenschaft für gute Gestaltung. Design ist dabei das Werkzeug, das die Haltung ausdrückt. Um dies besser verstehen zu können, zeigt er einen kurzen Film zur Vorstellung seines Markenverständnisses: Jede Marke ist definiert durch Markenelemente wie beispielsweise Logo, Typografie, Produktdesign, Claim oder ein Vertriebskonzept. Diese Markenelemente werden miteinander verbunden. Durch den realen Kontakt mit der Marke – etwa im Shop, beim Betrachten der Visitenkarte, beim Besuch der Website oder im Unternehmensgebäude – entstehen dann sogenannte Markenerlebnisse, welche der Marke ihre unverwechselbare Gestalt geben. »Die äußere Form ist der Ausdruck der inneren Kraft eines Unternehmens«, fasst Maierhofer dern Kern kurz und prägnant zusammen.

Der KMS TEAM-Geschäftsführer sieht sein Unternehmen nicht mehr als Designbüro, sondern als Unternehmen für Markenstrategie, Markendesign und Markenkommunikation (mit Sitzen in NY und München). Als Arbeitsbeispiel hat er die Canyon-Fahrräder vorgestellt. 2004 hatte der Fahrradhersteller noch einen ganz anderen Auftritt und wurde als Marke nicht oder nur kaum wahrgenommen. Die Devise des Kunden war es zwar schon immer, beste Qualität zu fairen Preisen zu liefern, doch der Schriftzug wurde trotzdem oft von den Fahrrädern gekratzt, da ihre Besitzer keinen Bezug zu der Marke hatten. Damals lautete der Claim von Canyon: »Innovativ, besser, direkt«. So sah sich zumindest der Hersteller selbst. Nach der Herausarbeitung der Stärken fand KMS TEAM heraus, dass es primär um das reine, unvefälschte Fahrerlebnis geht (was eher an einen Auto-Werbespot erinnert) und mit dem Bezug zum Radfahren war mit »Pure Cycling« ein neuer Claim geboren.

Die Wortmarke von Canyon war früher rund und ist nun eckig, was viel besser zu den Canyons in Amerika oder Frankreich passt. Die Schrift wurde um 40 Grad nach links geneigt – analog des Fahrradrohr-Winkels – was einen enormen Kontrast zu den Logos der Mitbewerber darstellt. Zudem wurde auf Reduktion und Klarheit großen Wert gelegt; zwei Mittel, die dabei helfen, eine Marke klarer zu positionieren. Zu der Wortmarke entstanden noch eine Bildmarke, ein definierter Farbraum, eine eigene Bildsprache, ein Webauftritt, Anzeigen, ein 3D-Auftritt für die Eurobike sowie ein Headquarter mit eigenem Showroom. Bei der Haltung von Canyon geht es darum, wie man die Leidenschaft für Sport weitervermitteln kann. So werden speziell junge Fahrer untersützt, die von Erik Zabel betreut werden. Zabel erhielt diese Rolle trotz des Doping-Falls, da es um die Haltung dahinter geht, die Identifikation mit dem Sport.

Wettbewerbe gewann KMS TEAM natürlich einige mit der Marke Canyon, u.a. Silber beim Desingpreis der BRD 2009. Was vielleicht für den Kunden noch wertvoller ist, ist dass das Logo heute nicht mehr vom Rahmen »weggekratzt« wird und Canyon 2008 sogar zur beliebtesten Fahrradmarke in Deutschland gewählt wurde (Quelle: bike 9/2008). Eine bessere Wandlung kann eine Marke eigentlich nicht erfahren.

Diesen Vortrag habe ich mittlerweile bereits zum dritten Mal gehört. Als bekennender Fan von KMS TEAM und unter der diesmaligen Betrachtung von Leidenschaft machte mir dies gar nichts aus. Sport ist eine Leidenschaft, Design auch – zusammen ist das eine wunderbare Kombination.

22. Mai 2010

Veröffentlicht von Doku-Team unter Doku 2010 »Passion«, Programm | Kommentar schreiben »

Niels »Shoe« Meulman: Calligrafitti


© Thorsten Wulff

Den Rückblick auf sein bisheriges Schaffen hält Niels Meulman kurz: Die ersten beiden Folien zeigen ihn als Teenager und ein Grafito aus dieser Zeit, das – offenbar flüchtig – an eine Wand gesprayte Wort »Shoe«. Unter dieser Bezeichnung sollte sich Meulmann in den folgenden Jahren einen Namen in der internationalen Grafittiszene machen. Sein unverwechselbarer Stil ist schon in diesem frühen Werk angelegt. Um diesen zu beschreiben, spannt er seine Arme weit auseinander. Auf der einen Seite stehe die Kalligrafie, auf der anderen Grafitti. Alles, was sich zwischen diesen beiden Polen abspiele, so Meulman, sei sein Ding. Calligrafitti nennt er das, »traditional handwriting with a metropolitan attitude.«

Heute, über ein Vierteljahrhundert später, stellt Niels Shoe Meulman auf der TYPO Stage einige ausgewählte Spreads aus seinem jüngst veröffentlichten Buch vor. Jede Doppelseite befasst sich dabei mit einem interessanten, in expressivem schwarz-weiß kalligrafisch umgesetzten Doppelspiel: Ordnung & Chaos, Idee & Ausführung, immer & nie, usw… Noch bis Samstag sind einzelne Originale am »From here to Fame«-Stand im Haus der Kulturen der Welt ausgestellt und auch käuflich zu erwerben.

Am Ende wartet Meulman mit einem kleinen »typographical desert for all you Typo-nerds out there« auf: Ein paar Kostproben aus seiner umfassenden Sammlung von Bildern, auf denen er weltweit auf dem Kopf stehende »N«s im öffentlichen Raum festgehalten hat.

21. Mai 2010

Veröffentlicht von Doku-Team unter Doku 2010 »Passion«, Programm | 1 Kommentar »

Frank Schomburg: Magie emotionaler Resonanz


© Gerhard Kassner

Mitte der 90er Jahre war man »drin«, um es mit Boris Becker zu sagen. Dass das Internet vom Informationsnetz zum Mitmach-Web geworden ist, belegte Frank Schomburg mit einer eindrucksvollen Zahl: So wäre facebook heute, gemessen an seinen Mitgliedern, die drittgrößte Nation der Erde. Das Verhalten der User des Web 2.0 könnte aber unterschiedlicher nicht sein. Die Digital Visitors nehmen eher passiv am Geschehen teil und fühlen sich durch die Informationsflut im Netz bedrängt. Sie sehnen sich nach Regeln und Steuerung. Anders die Digital Residents, die das Netz und die Informationen darin selbst gestalten wollen. Die Frage nach Gewinnern oder Verlierern im Glaubenskrieg zwischen Digital Visitors und Residents, zwischen Hierarchie und Netzwerk, ließ Schomburg jedoch offen.

Nach dieser komplexen Analyse zeigte Schomburg, der für seinen kurzfristig erkrankten Kollegen Peter Kruse eingesprungen war, welcher Faktor entscheidend ist, wenn das Web 2.0 zur Revolution 2.0 werden sollte: Die Empathie der User. Die emotionale Resonanz eines Einzelnen bleibt persönliche Auseinandersetzung. Verknüpft, ergänzt und reflektiert im Netzwerk, kann daraus eine Bewegung entstehen. Schomburgs Beispiele reichten vom Hype um Britain’s Got Talent -Kandidatin Susan Boyle bis hin zum erfolgreichen Kitkat-Umwelt-Protest-von-Greenpeace-gegen-Nestlé-Video, das besonders durch die große virale Verbreitung bei youtube und anderen Portalen für Furore sorgte. Schomburgs Fazit nach diesem Diskurs über Vernetzung: Transparenz und Authentizität machen den Erfolg eines Netzwerks aus. Eines aber ist der Motor für alles – Passion.

21. Mai 2010

Veröffentlicht von Doku-Team unter Doku 2010 »Passion«, Programm | Kommentar schreiben »

Julian Smith live aus der Hall

Der US-Internet-Filmemacher Julian Smith (23) führte dem TYPO-Publikum eben vor, wie schnell er seine Filme produzieren kann – wenn es denn sein muss. Am Ende seiner unterhaltsamen (und seiner ersten) Bühnenpräsentation drehte er – in Absprache mit dem Publikum – einen 40-Sekunden-Film mit seinem iPhone, den er unmittelbar auf seinen YouTube-Kanal hochlud. Zwei Minuten später konnte der ganze Saal das Ergebnis auf der Leinwand bewundern. Danach twitterte er den Link des Films an seine 11.500 Follower und bat alle im Saal, die Nachricht zu »retweeten«. Innerhalb einer Stunde kommentierten über 100 Fans das Video auf Youtube … es dürften schnell mehr werden, denn in den USA hat der Tag erst begonnen.

Das schöne an der Demonstration: Alles keine Geheimwissenschaft … die technische Infrastruktur steht jedem Menschen zur Verfügung.

20. Mai 2010

Veröffentlicht von Jürgen unter Programm | Kommentar schreiben »

Welcome to TYPO 2010

The Future of Reading

This week, TYPO Berlin will be the focal point of new graphic upheavals. In an echo of how desktop publishing (DTP) revolutionised pre-print at the end of the 1980s, digital communications are on the verge of a quantum leap. Who is behind it? Apple? Google? The TYPO program team compares the situation today with that of 25 years ago. One company alone cannot start a revolution. But when several players are all pulling in the same direction to fix a problem, the light turns green. The “problem” is the typographic barriers that existed on the Internet until one year ago. Today we are on our way to solve it: with webfonts, portable internet and brilliant touch screens.

His own experiences lead FontShop founder and designer Erik Spiekermann to agree: “When I bought my first Macintosh at the beginning of 1985, my colleagues called me a traitor and it a toy. A few years later, they were calling up to ask for help because their typesetting shops were going out of business”. These days, e-books and the iPad are criticised for threatening printed books, magazines and newspapers. Even today, a lot of people get more information from a screen than from printed materials. That development will continue. Anyone who doesn’t get with the programme is soon going to lose readers.

Now designers and their clients have to embrace the new situation – with passion – and use it to their advantage. At the moment, that means trying things out, playing around and learning in leaps and bounds. And where better to do that than at TYPO Berlin, where this year once again, the best and most progressive minds in the world of typography will meet.

Welcome to three passionate TYPO days with more than 60 passionate speakers …

The TYPO team of FontShop, Berlin


20. Mai 2010

Veröffentlicht von Jürgen unter Programm | Kommentar schreiben »

tv.berlin: Frühcafé-Talk über TYPO Berlin

Warum Berlin für die 15. Internationale Designkonferenz der ideale Standort ist, wie man mit Leidenschaft den neuen Herausforderung des Designprofession begegnet, was ein Plakat von einem Abendkleid unterscheidet … nur drei Themen, über die Frühcafé-Talkerin Agnes Fischer auf tv.berlin mit dem TYPO-Programmdirektor Jürgen Siebert sprach. Die Sendung im Netz ansehen (danke tv.berlin) … [Flash-Film, also nicht auf iPhone und iPad zu empfangen].

20. Mai 2010

Veröffentlicht von Benno unter Programm | Kommentar schreiben »