Zur Person

 

Dan

 

Reynolds

 
Der Amerikaner Dan Reynolds (1979) arbeitet als Fontentwickler bei Linotype und ist Dozent an der Hochschule Darmstadt. Nach seinem ersten Besuch in Mainz beschloss er, sich in Europa niederzulassen. Seitdem arbeitet Reynolds mit Buchstaben. Mit vier Kommilitonen der HfG Offenbach gründete er 2004 den Offenbacher Typostammtisch. 2008 erwarb er den MA in Type Design der University of Reading (GB). Für seine jüngste Schrift Malabar erhielt er das TDC Certificate of Excellence in Type Design und die Silbermedaille der ED-Awards 2009. 2010 wurde Malabar mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Gold ausgezeichnet.
 
 
Dan Reynolds
 
 
 
 

»Handgloves« oder »adhesion«, Reading oder writing, KABK Den Haag oder University of Reading?

 (E)

 
Den beiden renommierten Typedesign Master-Programmen (und ihren Absolventen) wird gerne nachgesagt, dass sie Rivalen sind. Hitzige Diskussionen können entbrennen, über die beste Art, ein „S“ zu zeichnen. Aber stimmt es, dass sich die beiden Schulen nicht mögen und handelt es sich bei der Entscheidung für die eine oder andere wirklich um eine Glaubensfrage? Was zeichnet die beiden Programme aus und worin unterscheiden sie sich? Diese und alle anderen eurer Fragen, wollen wir mit je zwei Absolventen in unserer Runde beantworten: Veronika Burian, Christoph Dunst, Laura Meseguer und Dan Reynolds.
 
 
 

Die Leidenschaft des jungen Multi-Script-Schriftgestalters

 (D)

 
In der neusten Generation arbeiten viele junge Schriftgestalter mit mehreren »Scripts« (oder Schreibsystemen). Sie wählen diese Art von Arbeit wegen der Herausforderung: Designer zeichnen Schriften, weil sie von Lettern getrieben sind. Nach näherer Betrachtung wirken Elemente anderer Scripts weniger fremd. Man lernt, mit anderen Regeln, Bräuchen und Geschichten umzugehen, was die Möglichkeit bietet, das Wesen der Typografie besser zu verstehen. Ob man das neue Wissen fürchtet, in Frage stellt, oder respektiert, ist gleichgültig. Die Tiefe der Welt der nicht-lateinischen Schriften wirkt wie ein Spiegel für die Leidenschaft des Designers. Ob man z. B. lateinische, kyrillische oder Devanagari Buchstaben zeichnet, ist unwichtig: Schrift leben lassen, darum geht es.