TYPOBerlin 2008 - Image

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Zur Person

 

Edward »Ed«

 

Benguiat

 
Portrait Ed Benguiat
 
Edward Benguiat geboren in Brooklyn, NYC, kommt schon im zarten Alter von neun Jahren mit dem Design und der Beschriftung von Plakaten in Berührung. Sein Vater ist leitender Schaufenstergestalter eines großen New Yorker Warenhauses und besitzt all die Zeichenwerkzeuge, von denen ein kleiner Junge nur träumen kann. Mit den Stiften und Pinseln seines Vaters, lernt er wie man Schilder beschriftet und Buchstaben zeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt er unter dem Namen Eddie Benart eine Karriere als progressiver Jazzmusiker und tritt mit zahlreichen bekannten Big Bands auf.

Vor ungefähr vierzig Jahren bekommt Ed eine Anstellung als Designlehrer. Er wird von Silas Rhodes, dem Direktor und Gründer der School of Visual Arts, als Dozent eingestellt. Benguiat wird zu einem wichtigen Einfluss für die Type Community. Dabei geht es ihm um mehr als Design. Er spielt eine wichtige Rolle für die Entstehung der International Typeface Corporation, ITC, dem ersten unabhängigen Lizenzgeber für Schriftgestalter. Ed bringt die Branche in den späten 60ern und frühen 70ern enorm weit nach vorne. Herb Lubalin und Aaron Burns kontaktieren ihn. Sein erstes ITC Projekt ist die Arbeit an der Souvenir. Benguiat zeichnet die ursprünglich von Morris Fuller Benton in den 20er Jahren gestaltete Schrift mit weiteren Stärken und Kursiven.

Zusammen mit Lubalin entwirft er das preisträchtige ITC Magazin U&lc. Neben seinen über 400 Entwürfen für Photo-Lettering gestaltet er zahlreiche neue ITC Schriften, darunter Bauhaus, Tiffany, Benguiat, Benguiat Gothic, Korinna, Panache, Modern No. 216, Bookman, Caslon No. 225, Barcelona, Avant Garde Condensed. Ed bleibt bis zum Verkauf an Esselte Ltd. ITC Vice President. Seine jüngste Schrift ist die Edwardian Script. Außerdem hat er unzählige Logos gestaltet und überarbeitet, u.a. für Esquire, New York Times, Coke, McCall’s, Ford, Reader’s Digest, Photography, Look, Sports Illustrated, The Star Ledger, The San Diego Tribune, AT&T, A&E, Estee Lauder ...

Professor Benguiat ist Mitglied der Alliance Graphique Internationale und ehemaliger President des Type Directors Club. 1990 erhielt er die Gold Medal for Excellence des New York Type Directors Club und gewann den renommierten Fredric W. Goudy Award. Er ist in der Art Directors »Hall of Fame«. Als Dozent und Redner ist er viel unterwegs. Seine Vorträge und Präsentationen führen ihn nach Paris, Berlin, Brasilien, Slowenien, London, Chicago, Washington und New York, wo er einen Lehrauftrag der School of Visual Arts hat. 1995 ehrte ihn die SVA mit dem Titel »Teacher of the Year«.

(Aufgeschrieben von Elisa Halperin, vollständige englische Version hier)
 
 
 

Der befreite Buchstabe (E)

 
Er wedelt mit dem Zauberstab und spricht mit diesem malerischen (Brooklyn-)Akzent. Ed Benguiat nimmt uns mit auf eine typographische Reise, die v.C. (vor dem Computer) beginnt und mit der New Yorker Szene endet. Sie werden begeistert sein!

Ed hat knapp 600 Fonts in seinem Leben entworfen. Okay, vielleicht sind nicht alle ein Hit, aber es sind viele wunderschöne ITC Schriften dabei, außerdem jede Menge Logos für große Unternehmen. Einiges davon werden Sie zu sehen bekommen. Hier passt keine Schublade. Ed ist eine Legende in der Welt des Typedesign. Benguiats Show-Vorlesung über Schriftgestaltung zählt zu den spannendsten veranstaltungen, die Sie vielleicht je in Berlin erleben werden. Es ist wie in der Musik: Nicht die Noten alleine machen den Klang. Man muss sie hören, orchestriert und arrangiert, von den besten Musikern. Ed ist davon überzeugt, dass die Präsentation einer Schrift als pures A-B-C wenig über sie aussagt. Man muss sie in Aktion sehen, typographisch genau so arrangiert, wie der Designer es sich gedacht hat. Typographische Kommunikation als Befreiung des Buchstaben. Also aufgepasst, sonst lässt Ed seine Magie wirken und verzaubert euch. Abracadabra!
 
 
 

Show & Tell (E)

 
Treffen mit dem Designer